Neuer Pi für den Hotspot

Ich habe etwas Kleingeld in die Hand genommen und meinem DMR-Hotspot einen neuen Einplatinencomputer gegönnt. Der Raspberry Pi 3B+ ersetzt den bislang eingesetzten Raspberry Pi Zero W, welcher für den Betrieb des Hotspots zwar völlig ausreichend war, aber leider keinen Netzwerkanschluss besitzt. Es war somit nur ein Betrieb über WLan möglich. Ein passendes Gehäuse, in dem sowohl der Pi als auch der Hotspot untergebracht werden können, habe ich mir für weniger als 5€ inklusive Versand aus Spanien schicken lassen. Für die Antenne muss ich noch ein Loch in den Gehäusedeckel bohren. Darum werde ich mich in den nächsten Tagen kümmern. Und der Zero W? Der darf noch nicht in Rente gehen, sondern wird wohl ein zweites Arbeitsleben als kleiner Webserver o.ä. beginnen. Irgendwas passendes wird mir da schon einfallen.


Radioddity GD-73A/E

Auf der Suche nach einem kleinen, handlichen DMR/FM-Funkgerät, mit dem ich von Zuhause aus meinen Hotspot befeuern kann, bin ich kürzlich auf das Radioddity GD-73 gestoßen. Dieses kleine Funkgerät bietet mir mit seinen Abmessungen von nur 135mmx50mmx35mm (HxBxT) genau die gewünsche Größe. Das GD-73, welches übrigens von TYT als baugleiches Modell unter der Bezeichnung MD-430 angeboten wird, gibt es in zwei Ausführungen. Die Version A hat einen programmierbaren Frequenzbereich von 406.1 MHz-470 MHz, verfügt über eine umschaltbaren Sendeleistung von 500mW/2W und ist für lizensierte Funkamateure gedacht, während die Variante E ausschließlich auf den lizenzfreien 16 PMR446 Frequenzen mit 500mW betrieben werden kann.

Soweit die Theorie. Für mich kam natürlich nur die Version A in Frage, wollte ich damit doch meinen Hotspot für das DMR-Brandmeisternetzwerk nutzen. Auf der Suche nach einem Händler musste ich dann feststellen, dass das GD-73 in der Version A in Deutschland scheinbar (noch) nicht angeboten wird. Ich war enttäuscht. Von Matthias DD9HK bekam ich dann aber den Hinweis, dass man mit der Programmiersoftware ganz einfach aus der Version E eine Version A machen kann, die dann auch voll für den Amateurfunk nutzbar ist, also dem TIER 2-Standard entspricht. Hurra!

Ich bestellte mein Gerät noch am selben Abend bei Amazon und bekam es schon direkt am nächsten Tag geliefert. Amazon Prime sei Dank. Geliefert wurde das GD-73 mit einem 2600mAh Li-Ion Akku, einem Kopfhörer, einem Steckernetzteil mit USB-Kabel, welches zur Aufladung und zur Programmierung genutzt wird, einem Gürtelclip sowie einer Kurzbedienungsanleitung in deutscher Sprache. Die Programmiersoftware lässt sich kostenfrei von der Radioddity-Webseite runterladen. Dort findet man auch ein erstes Firmware-Update, welches das Funkgerät mit der aktuellen Version v1.01 füttert (Stand: 24.07.19). Um die Firmware aufzuspielen, muss man folgende Schritte beachten:

  1. Gerät ausschalten und noch nicht mit dem PC verbinden.
  2. PTT + Ein-/Aus-Taste drücken, bis die rote Status-LED leuchtet.
  3. Gerät nun über das USB-Kabel mit dem PC verbinden.
  4. Das Updateprogramm mit Administratorrechten starten.

Nun sollte einem erfolgreichem Update nichts mehr im Wege stehen. An dieser Stelle nochmals ein fettes Danke an Thomas DG1EE für den Tipp.

In der Programmiersoftware muss man dann unter dem Menüpunkt „Base Information“ nur noch den gewünschten Frequenzbereich auswählen und kann dann mit der Erstellung eines Amateurfunk-Codeplugs beginnen.

Im großen und Ganzen macht das GD-73 für einen Kaufpreis von rund 80€ einen guten Eindruck. Das Gehäuse scheint ausreichend stabil zu sein. Während erster Tests über meinen Hotspot und den Repeater DB0BI wurde mir eine ausreichend klare und laute Modulation bescheinigt. Der im Gerät verbaute Lautsprecher ist mit 1W Audioleistung ebenfalls ausreichend kräftig. Das Display ist gut lesbar und zeigt neben eingestellter Talkgroup und Zone auch die Rufzeichen der Gegenstationen an, wenn diese als Kontakt im Gerät hinterlegt wurden. Ansonsten werden nur die DMR-ID´s angezeigt. Eine aufspielbare Userdatenbak, wie es sie beispielsweise für das Anytone 868 gibt, fehlt hier leider. Als kleinen Schwachpunkt empfinde ich die etwas zu leichtgängigen Tasten (PPT+Volume). Hier hätte ich mir einen festeren Druckpunkt gewünscht. Aber wie heißt es so schön: Man kann eben nicht Alles haben. 🙂

DBØBI kann nun auch DMR

Das bekannte Amateurfunkrelais, was schon viele Jahren als FM-Relais, Digipeater und DAPNET-Sender „in der Luft“ ist, hat Zuwachs bekommen. Seit heute ist DBØBI auf einer zusätzlichen QRG auch digital im weltweiten Brandmeister Netzwerk vertreten. Im Zeitschlitz 2 ist DBØBI im sogenannten „Ostwestfalen-Lippe Verbund“ auf der Talkgroup 8 direkt mit den Relais DBØHFD (Herford) und DOØWT (Lippe) verbunden. Eingaben, die auf einem dieser Relais getätigt werden, werden auf den anderen Relais 1:1 ausgestrahlt. Weitere Infos zu DMR-Relais in Ostwestfalen-Lippe -und zu DMR im Allgemeinen- bietet die Webseite dmr-owl.de.

DBØBI DMR Frequenzen:
TX 439.8250 MHz | RX 430.4250 MHz | CC 1

Frohes Neues Jahr

Alea iacta est.

Nun, das war´s dann. Das Jahr 2018 ist Geschichte. Und während Unmengen von Raketen in den Himmel geschossen werden, um das neue Jahr zu begrüßen und alte böse Geister zu vertreiben, startet an dieser Stelle mein Blog. Einfach gehalten, ganz ohne Schnörkel, natürlich noch lange nicht mit ausreichend Inhalt gefüllt und bislang auch noch ganz ohne Leserschaft. Ich hoffe, das wird sich schnell ändern.

Das alte Jahr hat mir nicht immer Freude bereitet, war aber auch nicht das schlechteste Jahr, was ich bislang auf diesem Planeten erleben durfte. Ein neues Jahr hat immer das Potenzial besser zu werden als das vorherige Jahr, aber letztendlich liegt es zu einem nicht unbedeutenden Teil an uns selber, das Beste daraus zu machen.

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen zukünftigen Leserinnen und Lesern ein tolles Jahr 2019. Haltet euch wacker und bleibt gesund.